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Abbildung Caroline Körner

Wer steckt eigentlich hinter camarocaro?

Mein Name ist Caroline Körner und ich habe camarocaro 2015 gegründet. Freunde haben mich dazu ermutigt. Sie waren der Meinung, meine Zeichnungen und Illustrationen würden niemandem nützen, wenn sie nur bei mir in der Wohnung hingen. Sie müssten raus in die Welt.

Wie bist du auf den Namen gekommen?

Der stammt noch aus Schulzeiten. Camaro reimt sich auf Caro. Das waren damals die Zeiten von Tila Tequila auf MTV und meine Freunde fanden es witzig, mich so zu nennen. Ich brauchte einen Künstlernamen, als übernahm ich diesen. Camaro soll sich außerdem vom französischen Wort „camarade“ ableiten, was Freund bzw. Kamerad bedeutet. Das finde ich eigentlich ganz passend.

Was inspiriert dich?

Die Natur, Kunst und Illustration im Allgemeinen und andere Artist, die ich auf Art-Events treffe. Ich finde, der persönliche Austausch ist sehr wichtig für die Weiterentwicklung als Designer und Künstler.

Wieso zeichnest du fast ausschließlich Tiermotive?

Viele Menschen mögen Tiere. Sie sind so ganz anders als wir und wir erkennen in ihnen doch Gemeinsamkeiten. Nicht umsonst gibt es Totemtiere oder die Vergleiche man sei ein einsamer Wolf, stark wie ein Bär oder souverän wie ein Löwe. Wir identifizieren uns mit Tieren und den Eigenschaften, die wir ihnen zuschreiben. Ich habe von Anfang an, also seitdem ich einen Stift halten kann, eigentlich immer Tiere gezeichnet. Los ging es ganz klassisch mit Pferden, wie bei fast jedem kleinen Mädchen. Ich drücke mich in dem Tier aus und fühle mich in das Tier hinein beim Zeichnen.

Stammst du aus einer künstlerischen Familie?

Mein Vater ist handwerklich sehr begabt, aber das Talent zu Zeichnen habe ich wohl von seinem Großvater geerbt. Der stammt aus einer alten Geigenmacherfamilie, war selbst Geigenmacher und zeichnete hauptsächlich Rassetauben, denn er war auch Geflügelzüchter. Mir gefallen die schönen geschwungenen Linien der Konturen seiner Darstellungen. Ich weiß noch, dass er sie in einer Linie durchzeichnete ohne den Stift abzusetzen. 

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Illustrativ, grafisch, detailiert mit präzisem Strich. Ich nutze tiefes, reines Schwarz und leuchtende Farben.

Taube
Zeichnung meines Urgroßvaters Kurt Körner
Messebild 1
Mein Stand auf der Hoftexplosion 2019 - Detailansicht 1
Messebild 2
Mein Stand auf der Hoftexplosion 2019 - Detailansicht 2

Wie hat sich dein Stil entwickelt?

Ich hatte einige sehr gute Lehrer, die mir auf meinem bisherigem Weg begegneten. In der Grundschule war es meine Kunst- und Deutschlehrerin, die mein Talent erkannte, mich ermutigte und tolerierte, dass ich auch in meinen Literaturheften die Ränder vollkritzelte.
Die Kunstlehrerin an der Realschule förderte mich, in dem sie mir die Technik des Schattierens un den Umgang mit Aquarellfarben beibrachte. Sie führte uns an viele verschiedene Möglichkeiten des Malens und Zeichnen heran. Ich bin dankbar, dass mir diese beiden Lehrerinnen so viel Mut machten.
Trotzdem war ich nach dem Abschluss der Realschule erst einmal bei der Polizei in Ausbildung. Ich wollte etwas Solides lernen, außerdem war ich sehr sportlich. In dieser Zeit entwickelte ich mich autodidaktisch weiter und wurde ab und an von Ausbildungskollegen gebeten, ihnen Tattoovorlagen oder Zeichnungen von ihren Haustieren anzufertigen. Nach einem Jahr und drei Monaten erkannte ich, dass ich dort nicht am richtigen Platz war und mir der Austausch mit Gleichgesinnten fehlte. Deswegen brach ich die Ausbildung ab und holte mein Fachabitur an der e. o. plauen nach. Diese Schule kann ich sehr empfehlen. Dort entwickelte sich mein Stil noch einmal weiter und ich habe mich selten an einer Schule so wohl gefühlt wie dort.
Nach dem Fachabitur studierte ich Mediendesign an der Hochschule in Hof, wurde im letzten Semester schwer krank und klammerte mich auch in der Zeit total an das Zeichnen. In dieser Zeit habe ich die Hummelkinder entwickelt, ein Grundstein für den später folgenden Verein Hummelkind-Visite e. V., den ich mit Kathrin Schmidt gegründet habe. Die Hummelkinder erklären Kindern auf Augenhöhe Krankheiten, Untersuchungen und Behandlungen. Ich wurde wieder gesund und schloss mein Studium ab.
Während des letzten praktischen Semesters arbeitete ich für einen Grafiker aus Weimar, mit dem ich zu Tattoosafe nach Berlin kam. Tattoosafe gehört zu den weltweit führenden Händlern für hochwertiges Tattoo Equipment. Die Zeit dort und die Tattooszene prägte mich sehr. Ich war fasziniert von dem künstlerischen Potenzial der Conventions, den Artists und so viel Kunst an einem Ort.
Durch Berlin selbst habe ich mich und meinen Stil auch enorm weiter entwickelt. Die Teilnahme an verschiedenen Märkten, wie zum Beispiel den Graphic Days, brachte mir neuen Input. Hier erlebte ich zum ersten Mal, wie gefragt meine Illustrationen wirklich sind und das trieb mich an, weiter zu machen. Ich finde Märkte super, denn ich bin gerne in Kontakt mit meinen Freunden und Menschen, die meine Sachen toll finden. Ich liebe den Austausch und die Unterhaltungen. Es ist außerdem sehr erfüllend, wenn man mit dem was man wirklich kann, andere Menschen begeistert.

Tätowierst du auch?

Diese Frage höre ich tatsächlich recht oft. Ich habe großen Respekt vor dem Tattoohandwerk. Ich möchte es sehr gerne lernen und bin der Meinung, dass ich es in einem Tattoostudio von einem erfahrenen Tätowierer lernen muss.

Welche Materialien nutzt du?

Alle Illustrationen sind handgezeichnet. Ich verwende Color-Marker, Aquarellfarben und Fineliner mit präzisen Spitzen.

Wieso steht auf deinem Banner Berlin, Vogtland und Oberfranken?

Jeder, der etwas öfter als einmal umgezogen ist, kennt vermutlich das Gefühl nicht so richtig zu wissen, wo man zuhause ist. Ich fühle mich allen drei Regionen verbunden und diese Regionen verbinden mich auch. Die ersten Jahre waren im Vogtland, bei Bad Elster und später bei Plauen, danach Oberfranken mit der Region um Hof, danach Berlin, jetzt wieder das Vogtland und trotzdem habe ich noch überall einen Koffer bzw. Verwandte und Freunde.

Aquarell Grizzly Bär
Aquarell Grizzly Bär

Nimmst du auch Auftragsarbeiten an?

Sofern es sich dabei um Tierillustrationen oder Tierportraits handelt, sehr gerne. Je nach Größe, Detailreichtum und Farbigkeit fallen dafür unterschiedliche Kosten an. Habt ihr Interesse, schreibt mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular.